Hat man sich einmal dazu entschlossen, im eigenen Garten Obst und Gemüse anzubauen, sollte man sich dessen bewußt sein, dass man in diesem Rahmen perfekt auf den Einsatz von Chemie beim Düngen verzichten kann - Die zu bewirtschaftende Fläche ist nicht besonders groß, die Menge der angepflanzten Sämereien meist auch nicht - und die prinzipielle Motivation eines eigenen kleinen Gemüsegartens dürfte ja wohl in den meisten Fällen die sein, ein bisschen zurück zur Natur zu kommen und sein eigenes, gesundes Gemüse und Obst heranzuziehen. Insofern ist es auch sinnvoll, auf Biodünger zurückzugreifen, denn sonst wäre die ganze romantische Vorstellung vom eigenen kleinen Garten ja eine Farce...
Denn wer sein eigenes Gemüse und Obst anbaut, will meistens zu hundert Prozent sicher gehen, dass sich keine Pestizid- und Nitratrückstände in sein Essen mogeln, was sogar bei im Laden gekauften Biolebensmittel von Zeit zu Zeit vorkommt.
Düngt man nun mit biologischem Dünger, ist nicht nur der Pestizidgehalt in der reifen Frucht sehr gering - es werden außerdem die Nährstoffe langsam und sehr gleichmäßig abgegeben. So wird das Gewebe der Pflanzen fest und die Ernte gewinnt an Qualität: sie wird nicht nur schmackhafter, sondern auch ertragreicherund länger haltbar. Ein biologisches Düngemittel ist also ein organischer Dünger mit Langzeitwirkung.
Möchte man biologisch düngen, können mehrere Biodüngemittel in Frage kommen – beispielsweise auf Pilzbiomasse basierender Biodünger. Außerdem gibt es auch organische Langzeitdünger und Kalkdünger. Für die private Anwendung eher schlecht geeignet sind -eigentlich auch biologische- Düngemittel wie Gülle oder Geflügelabfälle, vor allem wegen des starken Geruchs, außerdem der mangelnden Verfügbarkeit in kleinen Mengen.
Ein biologisches Düngemittel, das sich im Privatanwenderbereich bewährt hat, ist Bio Bizz, ein holländisches Produkt. Weitere biologische Düngemittel, zumeist ebenfalls in den Niederlanden hergestellt, sind Plagron oder Canna Bio.