Zimmerpflanzen brauchen zum Gedeihen Erde, doch ist die gute alte Gartenerde nicht immer hilfreich beim Wachstum. So sind bestimmte, auf die Pflanzenart zugeschnittene, Substrate und Substratmischungen die beste Wahl für Heimgärtner und Zimmerbotaniker.
Die allseits bekannte Komposterde vom Komposthaufen beinhaltet viele Mineralstoffe und ist sehr nährstoffreich.
Er besteht aus abgestorbenen Teilen der Torfmoose und wird aus Mooren gestochen. Der Torf beinhaltet sehr viel Wasser, da die Blattstruktur der Torfmoose dieses in großen Mengen aufnimmt. Im Vergleich zur Komposterde ist Torf aber sehr nährstoffarm, da vor allem Minerale fehlen und er stets sauer ist. Eine bei Gärtners beliebte Torf ist das sogenannte Bleichmoos / Sphagnum Moos.
Der schwere und quellfähige Lehm eignet sich gut, um leichte und durchlässige Böden bindiger zu machen. Im Einzelzustand ist er wenig luftdurchlässig und beim Austrocknen wird er sehr hart. Lehm Wird meist bei Blumenerden auf Torfbasis als Zusatz beigegeben.
Der nährstoffarme Sand lockert das Substrat auf und eignet sich bestens zur Verwendung bei trockenheitsakklimatisierten Pflanzen, wie z.B. dem Kaktus. Am nützlichsten ist Quarzsand, danach folgen Seesand und gewaschener Flußsand, welche beide auch gut sind.
Es gibt einige Zusätze, mit denen man die Struktur des Bodens verbessern kann:
Durch Erhitzen wird eine Glimmerart ( Mineral ) aufgebläht, denn die Zusammensetzung der erhitzten Glimmer-Brocken verbessert die wasserhaltende Kraft des Substrates.
Ein künstlich erzeugtes vulkanisches Gestein, welches sehr strukturstabil ist und den Boden auflockert.
Ein zerhäckselter Hartschaum aus Polystyrol, welcher geschlossene Poren besitzt und dadurch die Durchlüftung des Bodens verbessert.
um die Ansprüche verschiedener Pflanzen erfüllen zu können, sollte man sich folgender Zusätze bedienen, um dem Substrat die benötigten Mengen an Nährstoffen und Mineralien beizugeben.
Sie Besteht zum größten Teil aus Gartenkompost oder Gartenerde, welche geringe Teile von Torf, Styromull oder Sand beigemengt bekommt.
Dieser Pflanzstoff besteht aus Fasern des Königsfarns und Weißtorf, meist wird auch ein organischer Dünger beigemengt. Er eignet sich besonders für Epiphyten, wie zum Beispiel Ananasgewächse oder epiphyitische Orchideen.
Bei Substraten mit hohem Torfanteil ist eine Abstumpfung mit Kalk nötig, damit säureempfindliche Pflanzen sich in dem Substrat wohl fühlen.
Ist Bodenauflockernd und hat die Eigenschaft, giftige Substanzen zu absorbieren.
Für die Bodenauflockerung ein gutes Mittel wegen ihrer zelligen Struktur.
Ein Gemisch aus Ton und Torf mit Zuschlägen von Schaumstoff oder anderen Materialien in geringen Mengen. Sie ist fertig gekalkt und gedüngt und somit gebrauchsfertig.
Ein sehr universelles Substrat mit mittlerem Nährstoffgehalt
Wie der Name verrät ist es eine spezialle Mischung für Kakteen, mit einem hohen Anteil an Sand und wasserbindenden und nährstoffreichen Bestandteilen.
Ein Substrat auf Torfbasis mit Beimischungen von Lehm, Mineral- oder organischem Dünger. Diese relativ sauren Substrate sind für beinahe alle Pflanzen sehr gut geeignet.
Eine Besondere Mischung für Erdorchideen, mit Lehm, Weisstorf und Torf und einem Zusatz von Sand oder Perlite. Das Substrat gewährleistet eine gute Wasserführung.
Dies sind spezielle Gemische für bestimmte Pflanzengruppen, welche sehr gute Ergebnisse liefern. Im Handel gibt es diese auf die verschiedensten Pflanzenarten zugeschnitten Erden rund um's Jahr.