organischer dünger

Blutmehl und Knochenmehl

Blutmehl zählt zu den organischen Düngemitteln, da es überwiegend frei von chemischen Bestandteilen produziert wird. Hergestellt wird Blutmehl meist aus getrocknetem und fein gepresstem Hühnerblut. Da Blutmehl Phosphor, Kalium und Stickstoff enthält, wird es als Volldünger bezeichnet. Blutmehl gibt es in der Regel in flüssiger Form zu kaufen. Die Anwendung des Blutmehl-Düngers ist einfach: Das Blutmehl muss nicht in die Erde eingearbeitet werden, es wird lediglich auf den Boden gegossen. Der organische Flüssigdünger sickert zum Teil von alleine in die Erde ein oder wird durch Insekten und andere Kleinstlebewesen in den Boden geleitet. Da das Blutmehl nur langsam abgebaut wird, braucht es auch länger, bis es zu wirken beginnt. Allerdings hat Blutmehl eine lange Wirkdauer und gehört damit zu den Langzeitdüngern, die nur alle zwei bis drei Jahre erneuert werden müssen.

Ein weiteres organisches Düngemittel, das zu den Tiermehlen zählt, ist das Knochenmehl. Knochenmehl enthält ebenso wie Blutmehl Kalium, Stickstoff und Phosphor. Hergestellt wird es aus gesäuberten, klein gemahlenen Tierknochen. Während Blutmehl einen besonders hohen Stickstoffgehalt hat, besteht Knochenmehl hauptsächlich aus Phosphor. Ebenso wie das Blutmehl hat Knochenmehl eine Langzeitwirkung und führt zu einer verbesserten Bodenqualität.

Beide Düngemittel sind durch den BSE-Skandal in Verruf geraten. Mittlerweile gelten strenge Vorgaben für die Produktion der Tiermehle, BSE-Gefahr geht von den Düngemitteln kaum mehr aus. Doch obwohl Blut- und Knochenmehl laut der EU-Richtlinien wieder verwendet werden dürfen, gibt es kaum noch Bauern, die die Tiermehle einsetzen. In erster Linie werden Blut- und Knochenmehl von Hobbygärtnern verwendet.

Rindenmulch

Rindenmulch ist eine Masse, die aus zerkleinerten Rindenresten besteht. Mit Rindenmulch werden in der Regel Beete abgedeckt. Dazu wird der Mulch einfach auf die entsprechenden Beete gestreut und gleichmäßig verteilt. Die Rindenmulch-Schicht sollte sechs bis zehn Zentimeter dick sein.

Wie wirkt sich Rindenmulch auf Boden und Pflanzen aus?
Rindenmulch zieht viele Insekten an. Diese nisten sich dann in Rindenmulch und Erde ein, verarbeiten die Rindenmasse langsam zu Humus und sorgen damit für einen fruchtbaren Boden. Da der Zersetzungsprozess bis zu drei Jahre andauert, kann der Rindenmulch auch als Langzeitdünger bezeichnet werden. Nach diesen zwei bis drei Jahren empfiehlt es sich, wieder eine neue Mulch-Schicht über den Beeten zu verteilen. Doch Rindenmulch führt dem Boden nicht nur Nährstoffe zu, er sorgt auch dafür, dass die Erde immer schön feucht bleibt und auch in den Sommermonaten nicht austrocknet. Sogar vor lästigem Unkraut bewahrt der Mulch die Beete. Der Grund: Rindenmulch besitzt viele Wirkstoffe, beispielsweise Harze, die das Wachstum von unliebsamen Pflanzen verringern.

Außerdem schützt die Mulchschicht den Boden vor Niederschlägen, starkem Sonnenlicht und Frost. Jedoch sollte man sich vor der Anwendung des Rindenmulches gut informieren, da manche Pflanzen wie beispielsweise Hortensien den Mulch nicht vertragen. Was auch wichtig ist: Zwar führt Rindenmulch dem Boden viele Nährstoffe zu, doch entzieht er dem Substrat während seiner Verrottung Stickstoff. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, den mit Mulch bedeckten Boden ab und zu mit Stickstoffdünger anzureichern.

Organischer Dünger

Organischer Dünger ist Dünger aus natürlichen Abfallprodukten. Ein schönes Beispiel zur Veranschaulichung: Der Wald.

Ein Wald düngt sich quasi selbst. Im Herbst fallen die Blätter von den Bäumen, beginnen zu verrotten und geben ihre organischen Komponenten mit Düngewirkung - manchmal auch "Nährstoffe" genannt, Stück für Stück an den Boden ab. Die Bodenorganismen müssen die Mineralstoffe erst zerlegen und für die Pflanze verfügbar machen, eine sofortige Düngewirkung ist also nicht zu erwarten. Genau nach dem selben Prinzip funktioniert organischer Dünger.

Die verbreitetste Art organischer Dünger ist wohl der Komposthaufen.
Zusätzlich zu den kompostierten pflanzlichen Abfällen können auch tierische Düngemittel wie Guano, Hornspäne, Knochenmehl oder Fischmehl verwendet werden, um die Düngewirkung zu erhöhen.


Externes:

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