Pferdemist ist ein hervorragendes Düngemittel und kann entweder in einem Gartencenter gekauft oder direkt von der Pferdekoppel genommen werden. Beim Düngen mit frischem Pferdemist sollte man allerdings vorsichtig sein, da dieser gerade für junge Pflanzen zu scharf ist, das heißt zuviel Ammoniak enthält. Der im Pferdemist enthaltene Ammoniak kann allerdings problemlos reduziert werden: so muss man die Pferdeäpfel lediglich austrocknen und teilweise verrotten lassen.
Der getrocknete Pferdemist muss nun unter die Pflanzen gehoben werden. Am besten eignet sich der Pferdemist bei der Einsaat von Pflanzen. In diesem Fall gräbt man ein ca. 30 cm tiefes Loch und füllt dieses mit den bereits vorgewässerten Pferdeäpfeln auf. Die Pflanze kann nun direkt auf den Pferdedung gesetzt werden – der Rest des Lochs wird mit Erde aufgefüllt. Düngt man bereits eingesäte Pflanzen mit dem Pferdemist, so sollte man den Dung am besten mit einer Mistgabel in die Erde einarbeiten. Pferdemist wirkt deshalb vor allem von unten, da er durch seine Verrottung Wärme abgibt, die zur Unterstützung des Wurzelwachstums führt.
Pferdemist wird vor allem von Rosenzüchtern bevorzugt, doch wirkt er auch allgemein als Wundermittel: so lockert er schwere Böden durch seine Stickstoffversorgung auf und beugt der Bodenaustrocknung durch seine Wasserbindekraft vor. An dieser Stelle ein Tipp: Stroh bindet den Stickstoff im Pferdemist, weshalb man möglichst reine Pferdeäpfel bevorzugen sollte, die nicht mit Stroh vermischt angewendet werden.
Nun noch ein paar Worte zum bereits verarbeiteten, im Handel erhältlichen Pferdedung: Dieser wird entweder gehäckselt oder gekörnt angeboten. Während sich der gehäckselte Pferdedung eher für die Nährstoffzufuhr des Rasens empfiehlt, wird der gekörnte Pferdemist vor allem bei frisch angesäten Pflanzen verwendet.